Eine Stichprobe von mindestens 10 % der Bewohner in interventionellen Betreuungseinrichtungen wird gezogen, um die Perspektive der Bewohner abzubilden. Dazu werden Krankenhausdaten aus ihren Anwohnerakten unter t0, t1 und t2 untersucht. Ein weiteres Ziel ist es zu untersuchen, ob sich die Sicherheit von Medikamenten, die Lebensqualität und die Qualität der Versorgung verbessern werden. Daher werden die folgenden sekundären Ziele 12 Monate nach dem Ausgangswert bewertet: Auch hier wird die gleiche Stichprobe von 10 % der Bewohner in der interventionellen Betreuung überprüft, um die Leistung von Medikamentensicherheitskontrollen zu bewerten und die Qualität ihrer Dokumentation zu messen (bei t1 und t2). Daten über die Drogenversorgung, den Drogenkonsum im Notfall, die Verfügbarkeit von gebietsansässigen Informationen und den Umgang mit Drogen runden den Datensatz ab. Auf diese Weise kann der Grad der Implementierung von Medikamentensicherheitsinstrumenten direkt mit Denkabweichungen zwischen verschiedenen Pflegeeinrichtungen verglichen werden. Dazu gehört eine Analyse der Handhabung und medizinischen Dokumentation von On-Demand-Medikamenten sowohl von Ärzten als auch von Pflegekräften (siehe Tabelle 1). Ein Hausarzt des Pflegeteams ist von Montag bis Freitag im Einsatz. Damit ist sichergestellt, dass neben den regulären Sprechzeiten mindestens ein Hausarzt des Pflegeteams von 18 bis 21 Uhr zur Verfügung steht. Dieser Zeitrahmen wurde von den Initiatoren des Projekts als besonders wichtig erachtet, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden. Ein Dienstplan für jedes Quartal wird 4 Wochen im Voraus erstellt und dem NH-Personal zur Verfügung gestellt. All dies betrachtet, wird es immer schwieriger, eine angemessene medizinische Versorgung der NH-Bewohner zu gewährleisten [5, 6]. Während andere Länder (d.

h. die Niederlande oder Frankreich) eine spezialisierte geriatrische medizinische Versorgung für NH-Bewohner anbieten [9], wird diese Versorgung in Deutschland in erster Linie von Hausärzten (Hausärzten) zusätzlich zu ihrem Praxisalltag durchgeführt [9]. In diesem Zusammenhang bescheinigt eine Deutsche Gesundheitstechnik-Assessment (HTA) eine unzureichende und missbräuchliche Nutzung medizinischer Leistungen aufgrund mangelnder interprofessioneller Zusammenarbeit sowie schlechter Dokumentation [4]. Außerdem ist die medizinische Versorgung in NHs nicht standardisiert [10]. Pflegepersonal berichtet über logistische und kommunikative Schwierigkeiten mit Hausärzten, wie z. B. begrenzte Verfügbarkeit von Hausärzten, anspruchsvolle Koordination und unzureichende Dokumentation [11]. Alle Einwohner, die an teilnehmenden NHs im Saarland leben, werden in die Beurteilung des Primärergebnisses (Basisfallanalyse, Bevölkerungsebene) einbezogen, sofern sie über SHI versichert und von ihrer Krankenversicherung (Pflegegrad) nach einer Pflegebedürftigkeit klassifiziert sind. Darüber hinaus werden diese Bewohner auch in die Analyse der sekundären Ergebnisse einbezogen. Analysen von Sekundärergebnissen auf der Grundlage primärer Daten (z. B. Lebensqualität) dürfen nur an Gebietsansässigen durchgeführt werden, die die Intervention erhalten (da nur diese Personen ihre schriftliche Zustimmung erteilen).

Die vertragliche Grundlage für die medizinische Versorgung der SaarPHIR-Bewohner ist eine selektive Vereinbarung mit ihren jeweiligen Krankenkassen. Interessierte Ärzte können an der Studie teilnehmen, wenn sie Mitglied des Saarländischen Verbandes der gesetzlichen Krankenkassen sind und in einer Allgemeinpraxis im Saarland arbeiten. Zusätzlich zu ihrer eigenen Zustimmung zur Teilnahme an SaarPHIR müssen sie die Bewohner mindestens einer der teilnehmenden NHs medizinisch versorgen. Für Hausärzte aus der Interventionsgruppe ist zusätzlich die Genehmigung eines Kooperationsvertrages nach Artikel 119b Absatz 2 SGB V zur « Förderung einer kooperativen und koordinierten medizinischen und pflegerischen Versorgung in häuslichen Pflegeeinrichtungen » (Anhang 27 BMV-Ä) erforderlich.